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 Geschichte


In der heutigen Ortslage von Welsow gab es bereits im 1. und 2. Jh. unbefestigte Ansiedlungen. Es wird berichtet, dass vor der Besiedlung durch die Slawen - Ukranen (8. - 12. Jh.) der Ort bereits als eine germanische Siedlung mit dem Namen "Welfro" bestand.
Die Ortsbezeichnung Welsow ist slawischen Ursprungs:
Der Name Welsow bedeutet im slawischen, Vil'sov - Ort wo Erlen stehen, zu vil'sa - Erle.
Funde von Ton- und Keramikscherben, Steinwerkzeugen und Faustkeilen aus der jüngeren Steinzeit und Bronzezeit rund um die Töpferberge weisen auf eine frühdeutsche und slawische Besiedlung hin.
Der Einwohner Otto Kuhnert aus Welsow berichtete 1937 in der Heimatzeitung, dass er vor Jahren auf seinem Land dicht an seinem Haus eine alte Steinaxt fand.

ca. 1250 Bau der Dorfkirche.

ca. 1267 Laut Urkunde gingen 2 Mühlen des Dorfes der von Buchholz in den Besitz des Klosters Mariensee (Chorin) über, daher geht man davon aus, dass das Dorf weitaus älter ist.

1355 Markgraf Ludwig von Brandenburg gibt Welsow an den Herzog Barnim von Pommern ab.

1447 Welsow gehört zum kurfürstlichen Amt Angermünde.

1459 wird der Ort als Kirchendorf bezeichnet.

1482 gibt es ein Lehnschulzengericht mit 4 Hufen.

Von 1355 bis Mitte des 15. Jh. gehörte Welsow zu Pommern.
Ab dem 15. Jh. gab es wechselnde und verschiedene Gutsherren mit Besitzungen in Welsow:
1495 - 1613 Familie von Greiffenberg
1577 - 1620 Familie von Arnim
1619 - 1652 Familie von Sydow
1652 - 1789 Familie von Düringshofen
1789 - 1872 Familie von Redern.

1578 In Welsow leben 11 Bauern, 6 Kossäten, ein Schmied und ein Hirte mit insgesamt 33 Hufen (4 Pfarrhufen).

1624 Im Dorf leben 13 Bauern und 6 Kossäten.

1638 Durch Plünderungen und Hungersnot verlassen die Einwohner Welsow (30jähriger Krieg).

1687/88 gibt es im Ort 8 Bauern, die 6 Kossätenstellen sind wüst.

1716 wird eine Welsower Mühle erwähnt (nicht identifiziert).

1734 leben 13 Bauern, 3 Häuslinge, ein Schmied, ein Schneider, 4 Hirten, 18 Knechte und 11 Mägde im Ort. Insgesamt gibt es 119 Einwohner im Dorf.

1774/75 Die Einwohnerzahl des als Kirchen- und Bauerndorf bezeichneten Ortes ist auf 148 angewachsen.



1801 wird ein Krug (Gaststätte) erwähnt.

1860 wächst der Ort weiter: Es gibt 3 öffentliche Gebäude, 21 Wohngebäude und 54 Wirtschaftsgebäude.

1875 Welsow erhält eine Konzession für eine Ziegelei.

1882 Im Ort befinden sich 12 Bauerngüter (vermutlich Rentengüter), 4 Kossäten, 2 Büdner und 4 Besitzungen.

1897 In Welsow leben 1 Gutsbesitzer, 1 Inspektor, 1 Oberschweizer, 10 Bauern, 2 Halbbauern, 2 Freimänner, ein Schmied, ein Ziegeleibesitzer, ein Tischler und ein Lehrer.

1905 wird eine Schule in Welsow erwähnt - obwohl es sie bereits viel früher gegeben hat, ist der genaue Zeitpunkt der Aufnahme der Beschulung
nicht bekannt.

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